Livia Polanyi: From Ordinary Language to Verbal Art

In the organizer's words:
An diesem Abend erwartet die Gäste ein Vortrag von Livia Polanyi, der sich mit der Verbindung von Alltagssprache und sprachlicher Kunst beschäftigt. Im Fokus steht, wie alltägliche Erzählweisen – also das Teilen von Erfahrungen in Form von Geschichten – sprachliches Können mit tief verwurzelten kulturellen Bedeutungen verknüpfen. Livia Polanyi erläutert die Bedingungen, die gewöhnlichen Erzählungen im Alltag zugrunde liegen, und untersucht, wie künstlerische Sprache diese Regeln bricht, um neue Wirkungen zu erzeugen. Dabei wird diskutiert, warum bildende Kunstwerke, in denen Sprache eine Rolle spielt, oft intensiver wirken als Worte oder Bilder für sich allein. Die Referentin ist Linguistin mit unkonventionellem Werdegang: Sie war an renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen tätig, half bei der Gründung eines Start-ups im Silicon Valley, erlebte in den 1980er-Jahren eine kurze Phase als Performancekünstlerin in den Niederlanden und trat in den 2010er-Jahren im The Kitchen auf. Zudem ist sie Protagonistin eines Kurzfilms, der überwiegend in einem Zeppelin gedreht wurde und in dem sie Wolfram von Eschenbachs Parzival rezitiert.

Location

Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig
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