Im Rahmen der Digital Lecture Series diskutiert der Völkerrechtler Itamar Mann mit der Journalistin Dinah Riese juristische, politische und ethische Fragen, die mit dieser Migrationsbewegung bis heute verbunden sind. In einer historischen Perspektive auf jüdische Migration nach Palästina, vietnamesische Boat People und syrische Geflüchtete seit 2015 entwickelt er mit Hannah Arendt und Emanuel Levinas den utopischen Ansatz eines „right of encounter“.
Nur im Livestream (auf Englisch).
Im Gespräch:
🐾 Itamar Mann ist Professor für Internationales Recht an der Universität Haifa (beurlaubt) und Gastprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind Seerecht, Migrations- und Flüchtlingsrecht, internationales Strafrecht und die konzeptionellen Grundlagen der rechtlichen Verantwortung in Krisensituationen. Neben seiner akademischen Forschung engagiert sich Mann intensiv für Menschenrechte. Er ist Präsident von Border Forensics, einem interdisziplinären Kollektiv, das sich mit Gewalt an Grenzen und der Rechenschaftspflicht von Staaten befasst.
🐾 Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie taz-Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert.