FOTO: © Bellevue di Monaco
Takako Minekawa & Martin Brugger
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Concert: Japanese musician Takako Minekawa presents her latest album traces of the ceiling in Munich for the first time, with the evening opening with Martin Brugger’s solo set, blending ambient and lo-fi folk.
Takako Minekawa (嶺川貴子) begann um 1990 zu singen und hat acht Alben veröffentlicht – darunter „Roomic Cube – a tiny room exhibition“ (1996) –, sowohl in Japan als auch im Ausland. Nach Kooperationen und Musikproduktionen mit verschiedenen Künstlern umfassen ihre facettenreichen Aktivitäten in den letzten Jahren unter anderem Improvisationsauftritte als Teil der Gruppe „Ato no Mae“ mit Takahiro Kawaguchi, einem Musiker, der seine eigenen Instrumente baut; durch diese Arbeit erkundet sie Klanglandschaften, die Fragmente einer Geschichte heraufbeschwören. Im Juni 2025 veröffentlichte sie die LP „traces of the ceiling“ (tone poem) mit Kunstwerken des japanischen Malers Ippei Matsui.
„Ich freue mich sehr, zum ersten Mal in München aufzutreten. Im Mittelpunkt der Show stehen Stücke aus dem Album *traces of the ceiling*. Dieses Album entstand aus einem Experiment, das ich 2018 begann, nachdem ich mir ein Glasrohr besorgt und es mit Mikrofonen und Instrumenten kombiniert hatte. Zu dieser Zeit hielt ich mich für längere Zeit in Los Angeles auf; inmitten des blendenden Sonnenlichts und der farbenprächtigen Landschaften fühlte ich mich täglich zu Dingen hingezogen, die eine stille Schönheit besaßen – Spuren an den Decken alter Gebäude, Jalousien, die sich wie beim Atmen hin und her wiegten, oder sogar Müll, der am Straßenrand weggeworfen worden war (sie schienen fast zu mir zu sprechen). Als ich ein Mikrofon in das Glasrohr steckte, um Rückkopplungen zu erzeugen, begannen sich die dabei entstehenden Klänge wie die „Stimmen“ dieser schönen Dinge anzuhören. Bis heute ist es mein Ziel, mit meinem eigenen Körper und meinen Worten die Klänge solcher Wesen zu verkörpern und ihnen Leben einzuhauchen.“
Martin Brugger ist Musiker, Produzent und Mitbetreiber des Musiklabels Squama. Dieses Jahr erschien sein zweites Soloalbum The Shell. Seine Musik wandert zwischen Ambient und lo-fi Folk. Zentrales Element des Albums ist die akustische Gitarre, die sich in fast kindlicher Einfachheit, neugierig und tastend bewegt. Fieldrecordings und Samples geben der musikalischen Erzählung Tiefe, die Melodien mit einem Gespür für Pop Harmonik schleichen sich selbstsicher am Kitsch vorbei.
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