FOTO: © courtesy Galerie EIGEN+ART
SOUTH AFRICA UND LEIPZIG - Begegnungen im Experimentierfeld
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Don’t forget to play!
Oupa Sibekos Leitspruch wurde zu unserem Motto. Geschichte verstehen und Widersprüche erkennen wollen, das Unbequeme annehmen, Mut zum Scheitern haben, die Kraft von Fragmenten schätzen, Archive befragen, unterschiedlich sein, zusammen spinnen.
Diese Ausstellung entstand aus den Begegnungen zwischen südafrikanischen und Leipziger Künstler*innen auf unbekanntem Gebiet. Sie fanden in zwei ehemaligen Fabrikgeländen statt, der Leipziger Baumwollspinnerei und dem Arts on Main in Johannesburg. Initiatoren sind das Centre for the Less Good Idea und das LIA-Leipzig International Art Programme. Das Auswärtige Amt hatte das Experiment ausgeschrieben und vergab Stipendien an südafrikanische und deutsche Künstler*innen. LIA gewann die Ausschreibung. Wir besuchten Johannesburg, um uns kennenzulernen. Dann kamen die von einer Jury ausgewählten zehn südafrikanischen Künstler*innen und später zwei Autor*innen für jeweils drei Monate nach Leipzig.
Teil des Stipendiums war ein Grafiksymposium im Vlado & Maria Ondrej Atelier für zeitgenössische Radierung Leipzig. Die südafrikanischen arbeiteten gemeinsam mit deutschen Künstler*innen, die auch Teil des Stipendienprogramms waren. Es kam zu einer weiteren besonderen Zusammenarbeit mit den Grafikwerkstätten David Krut Projects mit Sitz im Arts on Main. Dieser Ort steht mittlerweile genauso wie die Leipziger Baumwollspinnerei für ein innovatives Kulturzentrum in einem ehemaligen Industriegebäude. Dort haben auch das Centre for the Less Good Idea sowie der südafrikanische Künstler William Kentridge ihr jeweiliges Experimentiergebiet, mit Proben- und Arbeitsräumen, Theaterbühnen und kreativen Plattformen.
Vorkenntnisse in grafischen Techniken waren für die Teilnahme nicht erforderlich. Schließlich ging es vor allem darum, Schnittstellen zwischen der neu erlernten Technik, den ungewohnten Materialien und der eigenen künstlerischen Praxis zu schaffen – insbesondere zwischen der analogen Druckgrafik, die in Leipzig eine lange Tradition hat, und den digitalen oder performativen Produktionsformen.
Aus der ersten Phase entwickelten sich weitere Projekte und Arbeiten, sie entstanden im Moment, in der Zusammenarbeit vor Ort – in situ. Einen Einblick geben wir nun hier. Sie zeugen von Körperlichkeit, erproben Perspektivwechsel und lassen Freiraum für Neues.
Kuration: Anna-Louise Rolland, Leiterin und Gründerin Leipzig International Art Programme
Location
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