"Von welchem Wohlklang und tiefer Empfindung sind all die Gesangsstellen darin!", schwärmte Clara über das Cellokonzert von Robert Schumann. Das fantastisch-fantasievolle Virtuosenstück lotet und leuchtet nun Anastasia Kobekina aus, der in dieser Spielzeit eine facettenreiche Porträtreihe gewidmet ist. Umrahmt wird Schumanns Herzensstück (er feilte daran bis kurz vor seinem Zusammenbruch) im Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker unter der Leitung von GMD Andrea Sanguineti von zwei weiteren Wunderwerken der Romantik. Den Auftakt macht Brahms' kunstvoll Studentenlieder verarbeitende "Akademische Festouvertüre". Den Abschluss bildet Mahlers erste Sinfonie, die schon alles Wesentliche seiner Klangwelt birgt: das Naturhafte, Sehnsuchtsvolle, Tragische, Schöne, Groteske und Himmelstürmende.