FOTO: © Oskar Adeniji
Not am Mann. Die Erfindung toxischer Männlichkeit
Das sagt der/die Veranstalter:in:
„Not am Mann“ heißt das neue Buch von Eva Ladipo, und der Titel sagt schon, worum es geht: um die Erfindung toxischer Männlichkeit und um die Leerstelle, die das Klische hinterlässt. Schweigt die Gesellschaft über Männer und ihre Nöte, füllen andere die Stille, häufig mit Machtfantasien und Frauenhass. Im Podcast „Lanz und Precht“ lobt der Philosoph Richard David Precht ihr Buch als „glasklar und klug“. Jetzt kommt die Autorin als Gästin in die VHS Essen.
va Ladipo, die in London lebt, schreibt über Deutschland, für die großen Feuilletons, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt und Die Zeit, früher für die Financial Times und Vanity Fair. Junge Männer, so ihr Befund, benötigen Erzählungen, in denen sie vorkommen. Sonst kann schnell aus Kränkung Ideologie werden. Dies zeigt sie an Beispielen aus den Kommentarspalten. Sie seziert diese Mechanik mit Schärfe und verliert das Mitgefühl nicht. Hinter dem Hass sieht sie oft etwas Schlichteres, den Verlust von Rang und Sicherheit in einer Arbeitswelt, die ihre alten Versprechen nicht mehr hält. Den ökonomischen Blick verdankt sie ihrer Ausbildung. Die 1974 geborene Politikwissenschaftlerin studierte in Cambridge und promovierte über das russische Steuersystem.
In der Gesprächsreihe „Reden von morgen“ empfängt Nikolaos Georgakis von der VHS Essen die Autorin und befragt sie zu ihren Thesen. Wie erreicht eine offene Gesellschaft junge Männer, bevor autoritäre Vorbilder es tun? Was hieße das für Schule, für Familie, für die Sprache der Politik? Ein Sonntagvormittag für alle in Essen, die jenseits der Geschlechterklischees über Männlichkeit nachdenken und mitreden wollen.
Der Eintritt ist frei.
Bitte meldet euch zur Veranstaltung hier an.
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