Vor sieben Jahren war er Porträtkünstler der Philharmonie Essen: Ivor Bolton, hochdekorierter Maestro mit klassischem Fokus, Ehrendirigent des stilsicheren Salzburger Mozarteumorchesters. Mit diesem - welches Dream-Team wäre berufener! - musiziert er nun Mozarts wirkungsvoll kontrastverspielte "Prager" Sinfonie zum Ausklang dieses Abends, eröffnet ihn mit Beethovens heroisch-lichter "Prometheus"-Ouvertüre und trifft dazwischen auf unsere aktuelle Porträtkünstlerin: Anastasia Kobekina, Shootingstar am Klassikhimmel mit staunenswerter Technik, widmet sich nicht nur dem lebensfroh-frechen ersten Cellokonzert von Joseph Haydn, sondern auch einigen der hinreißenden "Ungarischen Tänze" von Johannes Brahms, die ihr Vater, der Komponist Vladimir Kobekin, auf virtuose Weise für Violoncello und Orchester eingerichtet hat.