"Übermenschlich, überfließend, blendend, grenzenlos" - so farbenreich hat Olivier Messiaen seine Turangalîla-Sinfonie umschrieben. Ein Spiel des Weltalls und der Sterne, eine Hymne auf die Liebe, eine Feier des Rhythmus', des Lebens und des Todes. Für die 10 Sätze ist ein riesiges Orchester nötig mit 12 Schlagzeugern - und jemand, der die Ondes Martenot bedient, ein spaciges Instrument, das für Weltraum-Klänge sorgt. Leonard Bernstein hat die Turangalîla-Sinfonie 1949 uraufgeführt und dann nie wieder dirigiert. Heute ist sie fast ein Repertoirestück. Auch das Mahler Chamber Orchestra, das in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, stürzt sich kopfüber in das Interpretations-Abenteuer. Den Klavierpart spielt Pierre-Laurent Aimard, der noch selbst mit Messiaen gearbeitet hat. Wieder sind junge Studierende der MCO Academy Teil des Orchesters und sammeln hier prägende Erfahrungen in einem internationalen Spitzenensemble.