Eine kleine Meeressinfonie: Brittens "Four sea interludes" sind vier atmosphärische Orchesterzwischenspiele - "Dämmerung", "Sonntagmorgen", "Mondschein" und "Sturm" - aus seiner fesselnden Krimioper "Peter Grimes". Nicht nur bei "Grimes", sondern auch im "Poème de l’amour et de la mer" gestaltet sich das Meer als treibende Urkraft und entscheidendes Element: lebensspendend und gleichzeitig lebensbedrohlich. Besonders poetisch, nostalgisch, gefühl- und sehnsuchtsvoll klingt dieser impressionistisch gefärbte Orchesterliedzyklus, den Ernest Chausson - Schüler von Massenetund Franck - nach den träumerischen Gedichten von Maurice Bouchor kurz vor der Jahrhundertwende komponierte. Das Programm ergänzt Schumanns vierte Sinfonie, ein Werk, dessen "schöne, freie und anmutige Bewegung" von Johannes Brahms gelobt wurde.