HOPE

FOTO: © Alexander Brueggeboes

HOPE

Noch niemand hat sich das Event gemerkt.

Das sagt der/die Veranstalter:in:

HOPE

Eine Performance von nebel nebel in Kooperation mit F. Wiesel

„Der Erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen „Dies gehört mir" und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört." 

Jean-Jacques Rousseau: “Diskurs über die Ungleichheit”

Großstädter retten sich in Schrebergärten, andere annektieren ganze Länder und rund 60 Jahre nach der ersten Mondlandung ist das All erneut zur Projektionsfläche für Machtfantasien geworden. Was einst Segelschiffe über Ozeane trugen, fliegt heute in Raketen durch die endlose Weite: die alte Idee, dass sich alles erobern, vermessen, verwerten lässt. Aber wie entkommt man einem territorialen Besitzdenken, das bis zu den Sternen reicht? 

HOPE ist eine begehbare Bühneninstallation mit Live-Performance, die das Publikum im Rahmen einer inszenierten Führung durch eine animierte Objekttheater-Welt führt. Zwei Performer*innen erzählen eine fantastische Geschichte über Besitzansprüche, menschliche Hybris und die Kraft nicht-menschlicher Akteure. Ausgehend vom Mond hinterfragt HOPE in einer skurrilen Versuchsanordnung das Verhältnis von Mensch und Umwelt. Die Zuschauer*innen ersteigern ihr persönliches Stück Mond und werden Zeug*innen eines absurden intergalaktischen Rechtsstreits, der zeigt: Nicht alles lässt sich einzäunen – schon gar nicht das, was nie jemandem gehört hat außer sich selbst. Der Mann im Mond wird Realität und mit der Konsequenz seiner romantischen Phantasie konfrontiert. Wohin führt uns das Freiheitsversprechen der Besitzlogik?

Künstlerische Leitung nebel nebel (Lisa Chiara Kohler, Hannah von Eiff, Balthasar Wörner) in Kooperation mit F. Wiesel (Hanke Wilsmann, Jost von Harleßem) | Text Tassilo Pyko, nebel nebel, F. Wiesel und andere | Mit Hardy Jürgens, Emma Stratmann | Bühne und Kostüm Lisa Chiara Kohler, Hannah von Eiff | Technische Gestaltung, Video Jost von Harleßem | Komposition, Sound Design Balthasar Wörner | Outside Eye Hanke Wilsmann | Produktion Heidrun Schlegel, nebel nebel | Visuelle Kommunikation Alexander Brueggeboes

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kulturstiftung Bezirk Oberbayern.

Location

PATHOS theater
PATHOS theater Dachauer Str. 110d 80636 München

Organizer

HOPE
HOPE München

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