Fuffifufzich

FOTO: © Klara Johanna Michel

Fuffifufzich

Noch niemand hat sich das Event gemerkt.

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Als Fuffifufzich das erste Mal auftrat, 2021 war das, und die Volksbühne binnen Minuten 
ausverkauft, widersetzten sich einige Fans der Schwerkraft. Und was nachts für Freibäder gilt, 
zeigte sich da, das gilt auch für Konzerte: Klettern Menschen über Zäune, um noch 
hineinzukommen, brennt sich alles Folgende in das Großhirn ein – und der Soundtrack ins 
kollektive Gedächtnis.  

 

Das Repertoire von Fuffifufzich – damals noch ohne Label oder Management – 
umfasste vier Songs. Fuffifufzich sang sie einfach zweimal und das Publikum jede Zeile 
doppelt. Besonders textsicher: „Hallo 110, ist da die Po-Polizei? Ich möchte Anzeige erstatten 
wega Heartbreakerei“. Der Debuthit Heartbreakerei feat. Magic Island: 1,6 
Millionen Aufrufe bei Spotify. 

 

Fuffifufzich lässt sich weder auf eine Sprache festnageln noch to a genre. Ein bisschen, als wären 
fünf Browsertabs zu einem verschmolzen: Aus dem einen raunt Rap, aus dem anderen ein Falco 
und dann schmiegt sich noch Vicky Leandros ins Ohr. Oder war das Paff Meisi? Am 
ehesten vielleicht so: ein dreamy, steamy Synthepop, der mal sphärisch einsickert und mal 
Cloudschlager ist, mal unter der Bettdecke flüstert oder dann vom Baugerüst schreit. Fuffifufzich 
singt und spricht, mal dada, mal gaga, weil das Leben zu wichtig ist, um es immer ernst zu 
nehmen. Vor allem dann, wenn es um Fuffifufzichs Fachgebiet geht: die Liebe. 

 

Seit der Single Heartbreakerei ist viel passiert: ein gleichnamiges Album, zwei ausverkaufte 
Tourneen. Fuffifufzich trat auf der Fusion auf, spielte den Festsaal Kreuzberg voll und die 
Kulturbrauerei. Bald tauchten die Songtexte in Schultoiletten, bald auf S-Bahnen auf. Sie wurden 
unter treue Haut gestochen und in Romanen gedruckt. Fuffi, wie ihre Fans sie auch nennen, war 
zu Gast im Podcast des Zeitmagazins und kuratierte einen Abend auf radioeins. 2023 beauftragte 
das Pop-Kultur-Festival Berlin eine Commissioned Work und Fuffifufzich, weil warum nicht, 
dafür ein Streichensemble. Vor der größten LED-Leinwand Europas wiederum drehte 
Fuffifufzich ein Video für das Projekt Reeperbahnfestival COLLIDE. Falsch, es waren ja gleich 
drei!  

 

Um die Person hinter der Künstlerin ranken indes Sagen. Fuffifufzich, zitiert etwa der 
Musikexpress, wurde 2018 geboren und zwar mit Sonnenbrille im Gesicht. Fragt man Fuffi 
selbst, gibt Fuffi zu Protokoll: „Fuffifufzich ist ein Italo-Western und eine verschneite Straße in 
Berlin, ist eine kleine Mäuse und eine Queen.“ Ihre Texte schreibt Fuffifufzich selbst, die Lieder 
produziert sie gemeinsam mit Johannes Aue. Auf der Bühne hypnotisiert dieser hinter dem 
Keyboard und zu seiner Linken: Laura Landergott, die den Bass Mal für Mal spielt, als erwecke 
sie ihn gleich zum Leben.  

 

 


  
Jetzt rollt Fuffifufzichs zweites Album heran: Feel zu spät erscheint im Januar 2025 und dreht sich 
nebst der Liebe thematisch um und gegen die Zeit. Auf dem Cover der Vinylplatte: Fuffifufzich, 
wie sie in einem Jugendzimmer voller Wanduhren fläzt. „Ich häng so an dieser Zeit, heißt es auf 
dem Album, „which is called Vergangenheit“. Die acht Songs scrollen auf dem Zeitstrahl eines 
Großstadtlebens: Ich liebe dich eventuell für immer springt zart in die Vergangenheit, Navigator im 
Spagat in die Zukunft. Für das Duett Navigator lud Fuffifufzich die Sängerin und Schauspielerin 
Alli Neumann ans Micro. Geschmückt mit einem Spotify-Warnhinweis wiederum könnte der 
Song Feel it werden: E für explicit. 

 

Fühlte sich das Leben in Heartbreakerei noch wie eine Proberunde an, erwächst es in Feel zu 
spät zur Mutprobe: noch immer verspielt, aber jetzt im kühnen Bewusstsein, dass jeder Zug zählt. 
In Feel zu spät legt Fuffiffufzich musikalisch die Karten auf den Tisch. Die Hand hadert, aber das 
Herz traut sich: die große Ballade. Den Crush, auch wenn er so nah liegt am Crash. Die 
Berührung, trotz Gefahr eines Stromschlags. Es sind Songs, die einen erheben im Dunkel der 
Nacht, kurz über die Brüstung halten und dann auf der Küchenzeile neben einem Bierchen 
wieder absetzen. Wer weiß schon, wo die Zeit hinführt? Keiner. Aber Fuffifufzich hält deine 
Hand. 

Location

Botschaft
Botschaft Frankenstraße 21 49082 Osnabrück

Unsere App kann noch so viel mehr!

APP HERUNTERLADEN (öffnet in neuem Tab)