Um 1800 war die Militärmusik der Osmanen, die "Janitscharenmusik", in Österreich und Preußen sehr populär. Mozart, aber auch Haydn und Beethoven griffen die Besetzung mit Basstrommeln, Zimbeln sowie Flöten und Klarinetten, die den Klang der Schalmei imitieren sollten, und auch die typischen Elemente der Musik auf, um exotische Effekte zu erzielen. Beethoven verwendete sie in seiner Bühnenmusik zu "Die Ruinen von Athen", Haydn in seiner "Militär"-Sinfonie. Faz?l Say, als Pianist und Komponist Brückenbauer zwischen den Kulturen, spielt neben Beethovens 3. Klavierkonzert auch zwei seiner effektvollen Arrangements von populären Klassikern von Mozart und Beethoven. Er habe "gelitten und gekämpft, universal zu sein", so Say über Beethoven. "Er ist nicht nur Deutscher. Beethoven ist ein Mensch. Und seine Art menschliche Lehre für uns alle."
15:30 Uhr Festsaal Künstlergespräch - Anja Renczikowski im Gespräch mit Fazil Say und Önder Baloglu