Ein Geburtstagsständchen sondergleichen schrieb Richard Wagner anlässlich der Geburt seines ersten Sohnes Siegfried 1870: das "Siegfried-Idyll". Wie der Name schon verrät, beruht das ca. 20-minütige, in den Konzertprogrammen fest verankerte Stück auf Motiven aus dem gleichnamigen "Ring"-Teil des Meisters, dessen typische Handschrift auch hier ersichtlich ist. Eine Sinfonie mit dramatischen Konflikten, verzweifelten Ausbrüchen und Bruckner’scher Grandezza: Ursprünglich als "Wagner-Sinfonie" geplant, musste die Partitur seiner faszinierenden Dritten mehrfach bearbeitet werden, und nachdem die Uraufführung der zweiten Fassung zum Desaster wurde, schrieb Bruckner eine dritte Fassung, die in diesem Konzert erklingt. Der international agierende Dirigent Bertrand de Billy leitet das erste Sinfoniekonzert der Spielzeit und gibt sein Debüt am Pult der Essener Philharmoniker.