Mit Ayelen Parolin eröffnet eine Choreografin das Sommerfestival, die eine im zeitgenössischen Tanz seltene Gabe besitzt: Humor. Als »Meisterin der choreografierten Komik« bezeichnete sie etwa The Guardian in einer Kritik über ihren Walzertanzbühnenstreich ZONDER, mit dem sie 2024 beim Sommerfestival die Herzen des Publikums und der Kritik eroberte. Nun entwirft die argentinische Choreografin aus Brüssel eine Hommage an den exzessiven Karneval ihrer Kindheit in Buenos Aires, mit seinen Murga-Marschkapellen und Cumbia-Tänzen. Mit 12 Tänzer*innen, farbenfrohen Kostümen und einem überbordenden Soundtrack choreografiert Parolin einen euphorischen Ausnahmezustand, beflügelt von Lebensfreude, Rausch – und Widerstand. Denn der Karneval ist immer auch ein Tool zur Kritik an gesellschaftlichen Missständen, und das Streben nach Lust und Ekstase meint im Sinne des »Pleasure Activism« nach adrienne maree brown nicht die Ablenkung vom Aktivismus, sondern seinen Kern. Entsprechend unwiderstehlich ist die Revolution dieser großen Choreografin, die zuletzt auch Arbeiten u.a. für das Ballet de Lorraine oder die norwegischen Nationalkompanie Carte Blanche entworfen hat. »Eine choreografische Ode an das Miteinander, die darauf basiert, was wir sind und was wir sein können« (Ayelen Parolin).
KÜNSTLERISCHE LEITUNG, CHOREOGRAFIE Ayelen Parolin VON UND MIT Ido Batash, Sebastian Biong, Jim Buskens, Jeanne Colin, Thibaut Eiferman, Mila Endeweld, Naomi Gibson, Daan Jaartsveld, Lukah Katangila, Kit King, Annabel Reid, Elisa Rouchon KÜNSTLERISCHE MITARBEIT German Jauregui MUSIK Benoist Esté Bouvot KOSTÜME Marie-Hélène Balau LICHT Emily Brassier DRAMATURGIE Olivier Hespel TECHNISCHE LEITUNG Gaspar Schelck TONTECHNIK Chamsedine Madec ADMINISTRATION, TOURING Claire Geyer
PRODUKTION Marija Kritchevski, RUDA asbl im Rahmen von Réseau Danse Wallon KOPRODUKTION Théâtre National Wallonie-Bruxelles, Charleroi danse centre chorégraphique de Wallonie-Bruxelles, Théâtre de Liège, Central La Louvière, Mars Mons art de la scène, le Vilar Louvain la Neuve, Théâtre de Namur, La Coursive Scène nationale de la Rochelle, Mille Plateaux — CCN La Rochelle, Théâtre de Suresnes Jean Vilar, Halle aux Grains Scène nationale de Blois, Maison de la danse — Lyon, Theater Freiburg, One Dance Festival IN KOPRODUKTION MIT La Coop asbl and Shelter Prod. UNTERSTÜTZUNG La Fédération Wallonie-Bruxelles, Studio Thor, taxshelter.be, ING and the Belgian Federal Government tax-shelter.
Preisinformation:
9–46 Euro (erm. ab 9 Euro, 50% erm. mit Festivalkarte)