What matters

In the organizer's words:
Inmitten einer zeitgenössischen Welt geprägt von Geschwindigkeit, Lärm, Bilderflut und Konsum schlägt diese Ausstellung etwas Einfaches, aber zutiefst Notwendiges vor: innezuhalten und wirklich zu sehen. Das Porträt wird hier nicht als idealisierte Darstellung oder ästhetisches Objekt verstanden. Es ist kein Bild zum Konsum — es ist ein ethischer Akt. Eine Einladung, dem anderen aufmerksam, ehrlich und respektvoll zu begegnen. Nicht, um zu verschönern, nicht, um zu besitzen, sondern um eine emotionale Präsenz anzuerkennen. Der Blick richtet sich auf das Unsichtbare: auf Empathie, auf echte menschliche Verbindung, auf das, was man nicht besitzen kann, das aber dem Leben Sinn und Tiefe verleiht. In diesem Akt liegt auch eine politische und existenzielle Haltung: die Behauptung, dass jedes Wesen es verdient, mit Aufrichtigkeit und Aufmerksamkeit gesehen zu werden. Der Rundgang lädt dazu ein, das Tempo zu verlangsamen, die Zeit der Malerei zu spüren und sich von jedem Porträt berühren zu lassen. An der Schnittstelle der Blicke wird das Individuelle universell. Die auftauchenden Emotionen — Melancholie, Hoffnung, innere Spannung, zum Schweigen gebrachte Erinnerungen — gehören nicht nur der porträtierten Person, sondern berühren uns alle. Die Ausstellung zeigt zudem eine sensible Beziehung zur Umwelt, durch bewusste Praxis und verantwortungsvolle technische Entscheidungen, die im Einklang mit dem Konzept des Wesentlichen über dem Überflüssige stehen. Möge dieser Raum ein Ort der Begegnung sein: ein Ort, an dem wir schauen und uns anschauen lassen, ein Ort, der uns erinnert, dass es selbst im Lärm der Welt möglich ist, Verbindung zum Wesentlichen herzustellen.

Location

Kulturzentrum Pavillon Lister Meile 4 30161 Hannover
Kulturzentrum Pavillon
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