Performing Arts Season
Das sagt die Seite:
Mythen über die Entstehung der Welt und Rituale, die Menschen mit Natur und Gemeinschaft verbinden, stiften Identität und vermitteln Ehrfurcht vor dem Leben. Sie zeigen die Folgen von Konflikten, betonen die Verletzlichkeit des Menschen und bilden zugleich die historischen Wurzeln der darstellenden Künste. Vor diesem Hintergrund fragt die Performing Arts Season 2026/27, ob zeitgenössische Bühnenkunst heute verbinden, Gemeinschaft schaffen und neue Perspektiven auf das Leben eröffnen kann.
Die vierte Ausgabe der Reihe eröffnet am 13. Oktober 2026 mit der Deutschlandpremiere von Marina Abramovićs Balkan Erotic Epic. In dem mehrstündigen Ritual verbindet die Künstlerin alte Balkanmythen mit zeitgenössischer Performance und erforscht gemeinsam mit über 30 Mitwirkenden Themen wie Erotik, Spiritualität und Tradition.
Im November präsentiert der albanische Regisseur Mario Banushi erstmals in Deutschland sein Stück MAMI, eine poetische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Herkunft und weiblicher Prägung. Ebenfalls im November feiert Anne Teresa De Keersmaeker mit GLA55 eine Weltpremiere, in der Tanz und die Musik von Philip Glass zu einer hypnotischen Bühnenerfahrung verschmelzen.
Im Dezember stehen zwei bedeutende Tanzproduktionen auf dem Programm. Damien Jalets Planet [wanderer], inspiriert von der japanischen Schöpfungsmythologie, untersucht die Verbindung von Körper, Natur und Kosmos und ist Teil des Schwerpunkts Focus Japan. Marie Chouinard kombiniert in einem Doppelabend ihr legendäres The Rite of Spring mit MAGNIFICAT und schlägt damit einen Bogen zwischen Ritual, Spiritualität und zeitgenössischem Tanz.
Im Januar 2027 folgt die Europapremiere von Dumb Types Multimedia-Performance 2020. Die Produktion setzt sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Überwachung, Klimakrise und geopolitischen Konflikten auseinander und gehört ebenfalls zum Focus Japan.
Ebenfalls im Januar zeigen die Berliner Festspiele Gisèle Viennes neue Arbeit Archives of Feelings. In Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Marie NDiaye untersucht sie Machtverhältnisse sowie den gesellschaftlichen Kampf um ein würdevolles Leben.
Die Performing Arts Season 2026/27 versteht Theater und Performance nicht nur als Unterhaltung, sondern als Orte der Begegnung und Reflexion. Im Jubiläumsjahr der Berliner Festspiele lädt sie dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und die besondere Kraft des gemeinsamen Kunsterlebnisses zu erfahren.
Öffnungszeiten
Montag: 11:00 - 17:00
Dienstag: 11:00 - 17:00
Mittwoch: 11:00 - 17:00
Donnerstag: 11:00 - 17:00
Freitag: 11:00 - 17:00
Samstag: 11:00 - 17:00
Sonntag: 11:00 - 17:00
Berliner Festspiele – Ticket Office (Servicetelefon)
Kontakt, Informationen, Reservierungen
Täglich 12:00 – 17:00
Tel +49 30 263 97 100
ticketinfo@berlinerfestspiele.de
Reservierungen sind kostenfrei möglich.