Veranstaltung zu zwei Impulsvoträgen von Christina Kubisch über Elektromagnetische Erkundungen 2003-2026 und Prof. Anna Schürmer (Medientheoretikerin, FU Berlin) über Sonotopien. Anschließend ein Künstlerinnengespräch moderiert von Rebekka Seubert.
Der Begriff Sonotopien verbindet das Klingende (sonare) mit dem Ort (topos) – und bezeichnet also Klangorte ebenso wie Formen der Verortung durch Zu- und Hin-Hören. Fieldrecording und Audio-Walks lassen sich in diesem Sinne als Verfahren auditiver Welterschließung verstehen: Mithilfe von Mikrofonen, Antennen und unseren Ohren werden die Klanglandschaften und Soundscapes der Welt vermessen und erfahrbar – als ein Zusammenspiel von Natur, Kultur und Technik. Zugleich schwingt im Begriff der Sonotopie ein spekulatives Moment mit: klingende Utopien von einer besseren Welt – und Resonanzen dessen, wie sie sein und klingen könnte. Im Anschluss an das Konzept des Futuring wird Klang als ein Medium verstanden, das Weltverhältnisse nicht nur abbildet, sondern durch Imagination hervorbringt: Musicking Future – oder: making Zukunftsmusik.
Keine Anmeldung erforderlich.