Mehr als Dokumentarismus: Reinhard Hentze und die Fotografie der DDR
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Ein Vortrag, der den Blick auf Reinhard Hentzes Fotografie der DDR öffnet: Mit der Kamera hielt er eine Zeit fest, die geprägt war von tiefgreifenden Umbrüchen und widersprüchlichen Stimmungen. Das letzte Jahrzehnt vor der Wende zeigte sich zwischen Stillstand, Zerfall und Lebensfreude – während alte Häuser durch sozialistische Neubauten ersetzt wurden, entwickelten Kirchen sich zu Orten offener Gespräche und Hoffnung, beispielsweise für ein Punk-Festival.
Hentze dokumentierte nicht nur diesen gesellschaftlichen Wandel, sondern verfolgte mit einem geschulten, oft humorvollen Blick das Leben in seinen kleinen Details und kompositorischen Feinheiten. Im Vortrag von Manuela Winter, Kunstmuseum Moritzburg und Vorstand des Halleschen Kunstvereins e. V., geht es somit sowohl um die historischen Kontexte als auch um die künstlerischen Qualitäten der Fotografien.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Reinhard Hentze: Freiheit im Blick. Fotografie 1981–1990“, die das Stadtmuseum Halle gemeinsam mit dem Halleschen Kunstverein e. V. zeigt. Gefördert wird die Ausstellung von der Halleschen Wohngenossenschaft Freiheit eG und eingebettet in den Halleschen Foto-Sommer. Der Eintritt ist frei.
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