FOTO: © Noel Richter

LIVE: Tocotronic

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Mit ihrem 14. Studioalbum „Golden Years“ im Gepäck kommen die Godfathers of Hamburger Schule zurück nach Augsburg. Die Kantine präsentiert: Tocotronic im Spectrum

 

Tocotronic (Hamburg) >>> Indie Rock I Hamburger Schule

Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der

letzten Jahrzehnte. Gegründet werden sie 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre und

Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Digital ist besser“ erscheint 1995 und verbindet ebenso kraftvollen wie schlichten Gitarrenrock mit Texten voller Slogans, die sogleich zu geflügelten Worten geraten, etwa „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung

sein“. Mit den folgenden Alben „Nach der verlorenen Zeit“ (1995) und „Wir kommen um uns zu

beschweren“ (1996) gelingt Tocotronic der Sprung aus den kleinen Clubs in die großen Hallen; auf

dem vierten Album „Es ist egal, aber“ (1997) reichern sie ihren ungestümen Gitarrenrock erstmals

mit Mundharmonika und Streichern an.

In den folgenden Jahren wird ihre Musik immer opulenter. Auf „K.O.O.K.“ (1999) spielen sie einen

düsteren, vom Metal beeinflussten Rock; das „weiße Album“ von 2002 ist eine reich orchestrierte,

farbig verrätselte Platte, in der Realismus und Fantasie sich miteinander versöhnen. Seit „Pure

Vernunft darf niemals siegen“ (2005) gehört Rick McPhail als zweiter Gitarrist fest zur Band, sein

von blumigen Feedbacks durchzogenes Spiel prägt den Sound von Tocotronic künftig mit. In der

nächsten Werkphase geht es in musikalisch und lyrisch immer weiter verfeinerter Weise um die

Selbstwidersprüche unserer Existenz, um die unauflösbare Dialektik von Müssen und Wünschen.

„Kapitulation“ (2007) ist ohne Zweifel ein Hauptwerk der deutschsprachigen Popmusik im neuen

Jahrtausend, wie keine andere Band ihrer Generation vermögen Tocotronic es nun, politische

Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden, und auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache

gefunden. „Kapitulation“ eröffnet eine Werkphase, die später auch als Berlin-Trilogie bezeichnet

werden wird, außerdem gehören dazu die Alben „Schall und Wahn“ aus dem Jahr 2010 und „Wie

wir leben wollen“ von 2013.

Mit dem „roten Album“ (2015) bewegt sich die Band durch eine neue Häutung hindurch, ihre Musik wird nun wieder einfacher und direkter, auf „Die Unendlichkeit“ (2018) kommen autofiktionale

Motive hinzu. Im April 2020 erscheint das Stück „Hoffnung“, es handelt von den Erfahrungen der

Einsamkeit und Isolation während der Corona-Krise – und von der Hoffnung darauf, dass „ein

kleines Stück Lyrics and Music / gegen die Vereinzelung“ hilft. „Hoffnung“ findet sich auch auf

dem dreizehnten Album von Tocotronic, „Nie Wieder Krieg“, das im September 2021 erscheint,

alle Songs darauf handeln von der Sehnsucht nach Hoffnung und Heilung; von dem Wunsch danach, nicht mehr verletzt und verkannt und vereinzelt zu werden. Das Autofiktionale, das „Die Unendlichkeit“ bestimmte, verbindet sich hier wieder mit der Tocotronic-typischen Kunst der Überhöhung des Alltags ins Transzendentale.

Eine Kunst, die auf ihrem vierzehnten Album „Golden Years“ aus dem Jahr 2025 noch weiter verfeinert wird. Es handelt von den Reisen, die hinter einem liegen und von den Reisen, die noch bevorstehen, zugleich erzählen die Songs von der Sehnsucht nach Heimkehr und Sicherheit, vom

Vergehen der Zeit und vom Vertrauen in die Zukunft, das allein die Liebe zu stiften vermag. „Golden Years“ ist gleichermaßen intim und politisch; wer Tocotronic kennt, dem wird es vertraut erscheinen und zugleich wieder ganz neu.

Denn wie keine andere deutsche Band, haben sie über Jahrzehnte hinweg ein Werk erschaffen –

ein Werk im ganzen und guten Sinn dieses Wortes: ein Werk, geprägt von einer künstlerischen

Entwicklung und von einem gelebten Leben, ein Werk aus Musik und aus Liedern, die sich auseinander ergeben, die aufeinander antworten und einander in Zweifel ziehen; ein Werk, in dem Leitmotive erkenntlich bleiben, die immer wieder variiert und erneuert werden und die immer wieder

von neuem darauf befragt werden, wie sie zu der sich verändernden Gegenwart passen.

„Golden Years“ handelt vom Altern, vom Glück der Reife und von der Angst vor dem Tod, vor allem aber handelt es vom unaufhörlichen Wiederanfangen aus dem Geist der Selbstbesinnung heraus, von den Utopien der Auferstehung und des endlosen Werdens. Es zeigt eine Band, die sich

zu immer wieder zu erneuern und gleichermaßen bei sich selbst zu bleiben verstand: erkennbar in

der Veränderung. Vielleicht vermag das zu erklären, warum die Musik von Tocotronic nach all dieser Zeit und gerade in unserer unbehaglichen Gegenwart immer noch und immer wieder so viel

Glück und so viel Trost zu spenden vermag.

 

HOMEPAGE | FACEBOOK | WIKIPEDIA | YOUTUBE | SPOTIFY | INSTAGRAM


 

ZAHN (Berlin) >>> Instrumental Post-Rock


FACEBOOK | YOUTUBE | SPOTIFY | INSTAGRAM

 

 

Einlass 19.00 Uhr | Beginn 20.00 Uhr

Location: SPECTRUM | Ulmer Str. 234a | 86156 Augsburg

Vorverkauf: 40,- Euro zzgl. Gebühren – ab 22.05. 17:00 Uhr im BANDSHOP

Abendkasse: tba,- Euro

Präsentiert von: MUSIKEXPRESS | ROLLING STONE | PRO ASYL |  KKT | KANTINE AUGBURG

Veranstalter: MUSIKKANTINE GMBH & CO.KG

Location

Spectrum Club Ulmer Straße 234A 86156 Augsburg

Artist | Band

Organizer | Sonstiges

Kantine Augsburg
Kantine Augsburg Halderstraße 1 86150 Augsburg

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Augsburg!