Hals über Kopf stürzen sich Thomas Putzes Figurenerfindungen ins Leben – obwohl sie sich nur aufrecht halten können, weil sie sich ein Seil zwischen die Beine klemmen, wie Ecce Homo, oder nur gebeugt laufen können wie die Geknickte oder viel zu dünne Beine für ihren massigen Körper haben wie der Mops. Selbstbewusst stellen sie sich ihrem Schicksal entgegen, behaupten sich und lassen offen, ob die vermeintlichen Ersatzteile ein Handikap oder ein Hilfsmittel darstellen. Ähnlich ambivalent sind auch die Affen in Käfigen. Die Gorillas und Gibbons spielen mit den Gittern, basteln sich neue Wege oder schieben sie einfach weg. Sind die Gitter Spielzeug, Stütze oder Gefängnis? Beobachten wir die Tiere oder sie uns?
In seiner ersten Einzelausstellung in der Stern-Wywiol Galerie konfrontiert uns der Stuttgarter Künstler Thomas Putze, geb. 1968, mit seinen Mischwesen aus Holz und Zivilisationsabfällen. Was auf den ersten Blick burlesk erscheint, verweist auf den zweiten Blick auf eine Auseinandersetzung mit philosophischen und kunsttheoretischen Fragen und stellt eine intelligente und humorvolle Gesellschaftsanalyse dar.
Thomas Putzes Blick ist dabei auf das Tier und den Menschen gleichermaßen gerichtet, deren Verletzlichkeit er genauso sichtbar macht, wie den Willen und den Kampfgeist, mit denen jede Kreatur den Ansprüchen und Erwartungen des Lebens gerecht zu werden versucht.
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